Chronik

Ameis – ein Ort stellt sich vor

 

Ameis liegt im östlichen Weinviertel, im Bezirk Mistelbach, ca. 15 km von der tschechischen Grenze entfernt und 4 km östlich des Staatzer Berges, einer 331 m hohen Korallenkalksteinklippe in der Laaer Ebene, auf welcher die Burgruine Staatz thront.

Ameis liegt an der Bundesstraße 219 die von Poysdorf durch Ameis nach Staatz führt. Die Seehöhe beträgt 234 m und unser höchster Berg ist der Wartberg, in der Umgangssprache auch „Geißberg od. (mundartl.) Goaßberi“ genannt mit 278 m.

Im Zentrum unseres Dorfes steht das älteste Bauwerk, die Pfarrkirche in der ersten Hälfte des 12. Jhdt  erbaut. Sie ist dem Hl. Nikolaus geweiht.

 

Ameis[1] – woher der Name wohl kommt ?

  1. ursprünglicher Bachname, v. Ameiza, der gleich der Ameise emsige Bach[2]
  2. urkundlich Amaiz vom mittelhochdeutschen, –meiz / Abschlag, Rodung
  3. Verbindung mit dem Personennamen Amalrich, Kurzform Amizo[3]

 

Das Gemeindegebiet von Ameis umfaßt 797,4 ha. Mit seinen 187 Häusern und ca. 430 Einwohnern, gehört Ameis seit 1. Jänner 1966 als eine von sechs Katastralgemeinden zur Marktgemeinde Staatz. Verwaltungs- und finanztechnische Gründe haben den Ausschlag gegeben, dass der damaliger Gemeindevorstand - einem Trend folgend - diesen Entschluß gefaßt hat. Seine Eigenständigkeit hat der Ort dadurch jedoch nicht verloren.

Bis zum Jahr 1970 gehörte die Feuerwehr Ameis zum Feuerwehrabschnitt Poysdorf/Schrattenberg. 1971 erfolgte der Wechsel zum Feuerwehrabschnitt Laa an der Thaya und zum Feuerwehrunterabschnitt Staatz.

Nur mehr ein ganz geringer Teil der Bevölkerung lebt ausschließlich von der Landwirtschaft. Weinbau sowie Korn- und Alternativfrüchteanbau sind die  wesentlichsten landwirtschaftlichen Produktionszweige. Die Nahversorgung ist zur Zeit noch gesichert, neben dem Postamt 2141 gibt es noch eine Greißlerei, welche als Filialbetrieb der Fa. Fiby/Neudorf, geführt wird. Die Arbeitsplätze in der Umgebung von Ameis sind äußerst rar und so muß man entweder in die Städte Mistelbach, Poysdorf und Laa an der Thaya, oder in das 75 km entfernte Wien zur Arbeit fahren.

 

Brandbekämpfung im historischen Rückblick

 

Die Generationen vor uns und auch nach uns  waren  und  werden  gezwungen  sein,  sich  den  Elementarereignissen der Natur zu stellen. Entgleiten Wasser und Feuer der kontrollierenden Menschenhand, so ist das immer wieder Ursache für kleinere und größere Katastrophen.

 

Erreichte ein Brand einmal eine gewisse Ausdehnung, war man noch bis ins vorige Jahrhundert gezwungen, machtlos zuzusehen und auf mögliche Änderung der Wetterlage – Wind oder Regen – zu hoffen.

                    

Welche Katastrophe ein Feuerausbruch im vorigen Jahrhundert für unseren Heimatort darstellte und wie machtlos die Bevölkerung einem solchen Ereignis gegenüberstand, ist uns bei­spielsweise aus Berichten der Pfarrchronik erhalten. (Auszug aus der Pfarrchronik von Ameis).

 

 

 



[1] Ortschronik Ameis von OSR Viktor Eder

[2] Auskunft Österr. Nationalbibliothek

[3] Diöcesanblatt Jahrgang 1894