Chronik

und 100 Jahre später ...

 

Die Ausbildung ist nach wie vor eine der Aufgaben des Feuerwehrkommandanten, unterstützt wird er dabei von entsprechend ausgebildeten Feuerwehrmännern: Feuerwehrausbildner, Zugs- und Gruppenkommandanten und Warte (Atemschutz, Funk, Sanität).

 

Brandeinsatz

 

Technische Einsatz

Löschgruppe = 9 Mann, welche von einem Gruppenkommandant geführt wird, 2 Löschgruppen bilden einen Löschzug unter der Führung eines Zugskommandanten.

Die technische Gruppe besteht aus dem Gruppenkommandant (GKdt), dem Maschinisten (MA), dem Rettungstrupp (R-TR), dem Sicherungstrupp (S-TR) und dem Gerätetrupp (G-TR).

 

Verwendetes Gerät sowie Aufgaben und deren Verteilung innerhalb der Gruppe

 

 

Löschfahrzeug: Tragkraftspritze und Schlauchmaterial.

 

Gruppenkommandant: gibt den Entwicklungs-und Angriffsbefehl (Objekt, Wasserentnahme, Lage des Verteilers; Ziel, Weg dorthin, Angriffsmittel).

Melder: unterstützt den Gruppenkommandant bei der Aufrechterhaltung der Verbindung zu anderen Einsatzeinheiten; schriftlich, Funk, Telefon uva.

Maschinist: bedient die Tragkraftspritze bzw. die Einbaupumpe beim Tanklöschfahrzeug.

Angriffstrupp: legt die Zubringleitung und die 1. Löschleitung.

Wassertrupp: kuppelt zusammen mit Schlauchtrupp die Saugschläuche, bringt die 2. Löschleitung in Stellung.

Schlauchtrupp: kuppelt zusammen mit Wassertrupp die Saugschläuche; baufsichtigt die Zubringleitung und bedient den Verteiler.

 

Tanklöschfahrzeug mit Bergeausrüstung (TLF-B1000) mitgeführt wird sowohl Gerät für die Löschgruppe als auch solches für die technische Gruppe wie: Bergeausrüstung (hydraul. Rettungssatz = Schere und Spreizer), Notstromaggregat, 1000 Liter Wasser.

 

GKdt: er führt die Gruppe und weist die Mannschaft auf die Einsatzstelle ein.

R-TR: nimmt je nach Erfordernis das erste Rettungs- oder Bergungsgerät vor und führt die ersten Rettungs- und Bergungsmaßnahmen durch.

S-TR: führt je nach Bedarf die Sicherung (Aufbau eines Brandschutzes, Absicherung der Gefahrenstelle) und  Beleuchtung der Einsatzstelle durch.

G-TR: stellt die Betriebsbereitschaft der eingesetzten Aggregate und Geräte her, betreibt und überwacht sie zusammen mit dem Maschinisten. Bei Bedarf wird der G-TR auch als zweiter R-TR eingesetzt oder es übernimmt ein Mann die Funktion des Melders.

 

 

Schaffung einer Vorsorge für im Dienst verunfallte Feuerwehrkameraden

Anläßlich des 60jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef und dem 10. Gründungsfest im Jahre 1908 wurde der Reinerlös dieser Veranstaltung, immerhin ein Betrag von 123 Kronen[1], gewinnbringend auf der im Ort befindlichen Raiffeisenbank angelegt. In einer Stiftungsurkunde brachte das Feuerwehrkommando seinen Willen zum Ausdruck, dass von den Zinsen dieses Betrages, der jährlich zu erhöhen ist, im Dienst verletzte Feuerwehrkameraden mit einer Geldaushilfe bedacht werden sollen.

 

 



[1]    zum besseren Verständnis, die jährlichen Ausgaben beliefen sich im Jahr 1908 auf ca. 250 Kronen.